Turmfalken im Corbusierhaus
Michael von Rein

Die Technik der "Falkenkameras"

Es kommen viele Anfragen zur Technik und wie die Livebilder ins Netz übertragen werden.


Im Kasten ist eine Axis M1135 sowie eine Axis 1125 montiert. Um den gesamten Bereich des Kastens zu erfassen, wurde das im Lieferumfang vorhandene Objektiv der Axis 1135 gegen ein AXIS M11 Lens 2,9 - 8 mm getauscht. Diese HD-Kamera verfügt über ein eingebautes Mikrofon, mit dem es möglich ist, auch den Ton über das Internet zu übertragen. Um die Qualität zu verbessen, habe ich ein externes AXIS T83 Mikrofon installiert. Für die Ausleuchtung bei Nacht ist ein kleiner Infrarotstrahler montiert worden. Bei allem Aufwand wird sehr genau darauf geachtet, dass die Tiere nicht gestört werden und sich jederzeit bei uns wohlfühlen.
Die Außenkamera ist eine Axis M5525-E Dome-Kamera mit einer Brennweite von 4,7 - 47 mm
Die Stromversorgung der Kameras erfolgt jeweils über einen PoE Switch zusammen über die Netzwerkleitung.


Die Übertragung der Livebilder erfolgte in den vergangenen Jahren (2019 - 2026) über externe Streaming-Dienstleister und Media-Server. Aufgrund stetig steigender Betriebskosten, technischer Einschränkungen sowie der zunehmenden Zuschauerzahlen wurde das Streaming-System inzwischen auf einen eigenen Serverbetrieb umgestellt. Dadurch können die Kamerasignale nun direkt selbst verarbeitet, verteilt und überwacht werden.


Die Kameras übertragen ihre Daten per RTSP-Verbindung an den eigenen Streaming-Server. Dort werden die Streams aufbereitet, zwischengespeichert und anschließend an die Zuschauer weitergegeben. Dieses Verfahren ermöglicht es, sehr viele gleichzeitige Zuschauer zu versorgen, ohne die Kameras selbst zusätzlich zu belasten. Die gesamte Verarbeitung erfolgt nahezu in Echtzeit, sodass die Verzögerung in der Regel nur wenige Sekunden beträgt – abhängig von der aktuellen Internetbandbreite.


Die Umstellung auf den eigenen Serverbetrieb bietet mehrere Vorteile:


  • deutlich geringere laufende Kosten,
  • mehr Kontrolle über Stabilität und Qualität der Übertragung,
  • schnellere Reaktionsmöglichkeiten bei technischen Problemen,
  • sowie die Möglichkeit, das System künftig flexibel zu erweitern.


Kosten für die Technik der Falkenbeobachtung:


Auch zu den entstehenden Kosten erreichen mich viele Fragen. Für Kameras, Router, Netzwerk- und Kabelinfrastruktur (inzwischen teilweise als Glasfaser/LWL ausgeführt) sind bisher Investitionen von rund 3.500 Euro entstanden.


Die bisherigen jährlichen Kosten für externe Streaming-Dienstleister, Wartung und technische Infrastruktur lagen bei etwa 2.500 Euro pro Jahr. Durch die Umstellung auf den eigenen Streaming-Server können diese laufenden Kosten künftig deutlich reduziert werden. Dennoch entstehen weiterhin Ausgaben für Serverbetrieb, Datentraffic, Wartung, Reparaturen und die technische Weiterentwicklung des Systems.


Alle Kosten werden privat sowie durch freundliche Spenden finanziert.


Der Falkenkasten ca. 50 x 50 x 40 cm - mittig und seitlich gut zu erkennen, die in den Kasten eingelassenen Netzwerkkameras sowie die notwendige Technik.
















Links eine Ansicht auf die Ostseite des Hauses. 

Gut zu erkennen der Aufzugsturm in dessen oberen Bereich der Falkenkasten hinter einem kleinen Fenster angebracht ist. (gelb). Links daneben die Kamera (rot).




Ein Bick über Berlin, der nicht nur unseren Falken gefällt... :-)